TRABRENNSPORT IN WELS ERLEBT EINE HOCHBLÜTE:
Lange hatte sie selbst in Österreich ein Stiefmutter-Dasein im Schatten der Wiener Krieau und Baden geführt: Die Trabrennbahn Wels. Die Anlage war nicht nur in die Jahre gekommen, sondern ist mit 800 Metern auch kurz. Doch plötzlich hängt sie die nationale wie internationale Konkurrenz trotzdem um Längen ab.
Schon die Abrechnung des ersten PMU-Renntags in Wels sorgte in der Szene für Staunen: Bei den sieben live nach Frankreich übertragenen „Lunch-Rennen“ setzte der französische Pferdesport-Wettgigant 2,2 Millionen Euro um. „Das sind im Schnitt mehr als 314.000 Euro pro Rennen“, sagt Karl Moisl. Der Welser Trabrennpräsident ergänzt weiter: „Damit lagen wir klar vor den PMU-Renntagen in Wien und Baden.“
Doch damit nicht genug:
Unglaublich auch, wenn die Wels am Sonntag ausstechen wird. Keine geringere als die altehrwürdige Rennbahn von München. Wo am Sonntag auch Rennen steigen – die bislang immer eine Mega-Konkurrenz für Wels bedeutet hatten. „Weil wir Veranstalter bei Fahrern und Pferden ja alle im selben Teich fischen“, erklärt Moisl. Für dessen Rennen am Sonntag aber nicht nur mehr Pferde als in München genannt sind – nein, mit Christoph Schwarz reist am Sonntag auch der gefragteste Catch-Driver Deutschlands mit seinen Edelrössern nach Wels. Obwohl der gebürtige Salzburger längst in München lebt.
Zeitungsbericht in der Kronenzeitung, geschrieben von Georg Leblhuber.